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Das Jubiläum

Die Geschichte der Brauerei

Jubiläumsprogramm

300 Jahre Brautradition

Tittings Brautradition reicht ursprünglich bis ins 15. Jahrhundert zurück, urkundlich nachgewiesen ist ein Hopfengarten im 15. Jahrhundert, ein "Preuhaus" bereits 1535. Von den einst drei Brauereien des 1147 erstmals urkundlich erwähnten Ortes reichen die Ursprünge der Gebäude unserer Brauerei dabei bis in diese Zeit zurück.

Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Anlage stark beschädigt und von Fürstbischof Marquart II. Schenk von Castell wieder in Stand gesetzt, wovon noch heute ein Wappenstein aus dem Jahr 1645 im Giebel über dem Schlosstor zeugt.

Über viele Jahrhunderte hinweg diente es als Pflegamt u.a. des Pfalzgrafen Ottheinrich in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts, und weiterhin den Eichstätter Fürstbischöfen.

Die heutige, ehemals fürstbischöfliche Brauerei wurde vor 300 Jahren unter Fürstbischof Johann Anton Knebel von Katzenellenbogen 1707 durch den Eichstätter Hofbaumeister Jakob Engel, errichtet.

Während der ersten knapp 150 Jahre erfuhr die Brauerei eine wechselvolle Geschichte: 1786 wurden die baulichen Anlagen umfangreich erweitert, man erbaute einen Sommerkeller mit einem Salettel (Pavillon) und Fasshaus, der mit der Brauerei durch ein lang gestrecktes Zwischengebäude mit Malzmühle, Binderwerkstatt und Fasshütte in Verbindung gebracht wurde. Die Malztenne wurde ums Doppelte vergrößert, das Kühlschiff verlängert und an den Bierkeller im Nordwesten wurde eine Gärkammer mit darüber liegender Hopfenkammer angebaut. Die damalige Situation veranschaulichen die detaillierten Baupläne vom September 1811 deutlich.

Johann Anton Knebel von Katzenellenbogen
Johann Anton Knebel von Katzenellenbogen

1806 fiel die fürstbischöfliche Brauerei im Zuge der Säkularisation an das Königreich Bayern. Der Versuch des Rentamts Eichstätts das Anwesen bereits 1808 zu veräußern scheiterte mangels Kaufinteressenten. Erst im April 1821 gelang es dem Rentamt Greding das Brauhaus mit Zubehör und sämtlichen Brau- und Mästungsgerätschaften an einen Gastwirt für 30.000 Gulden zu verkaufen. Das Anwesen wechselte bis 1845 noch zweimal den Besitzer, bis es dann 1845 Herzog Maximilian von Leuchtenberg, ein Stiefsohn Napoleons I., erwarb und im Tittinger Schloss die Herzoglich Leuchtenbergische Gutsadministration errichtet wurde. Nach dem Tod des Herzogs verkauften seine Söhne, die Prinzen Romanowsky – deren Mutter Maria war eine Tochter des russischen Zaren Nikolaus I. - , im Mai 1855 wieder an den Bayerischen Staat, der bereits im Juli eine Versteigerung ansetzte.

Um 12 Uhr mittags am 31.Juli 1855 fiel die Entscheidung zugunsten Michael Gutmanns aus Kinding der das Gut zum Höchstgebot von 49.000 Gulden ersteigerte und den Kaufvertrag dann am 17. September 1855, durch das Landgericht Greding erhielt.

Mit dem Kauf legte Michael Gutmann einen Grundstein verantwortungsvollen Unternehmertums und führte das traditionelle Brauerhandwerk auf einen zukunftsweisenden Weg. Candidus (I), Candidus (II) und Fritz Gutmann (I) folgten ihm 1879, 1902 bzw. 1940 in Titting als Betriebsleiter.

Michael Gutmann
Michael Gutmann

Bis heute wird von Generation zu Generation das Wissen und die Erfahrung zur Herstellung feiner Biere übertragen und die Technik dem jeweils neuesten Stand angepasst, um die ununterbrochene Weizenbiertradition der Brauerei zukunftsweisend fortführen zu können. Rund 35 Mitarbeiter kümmern sich unter dem Inhaber Dipl.-Braumeister Fritz Gutmann (II) und seinem Bruder, dem Betriebsleiter Dipl.-Braumeister Hans Gutmann um die Brauerei und deren Produkte.


Im handwerklichen Braugewerbe verbinden sich bis heute Landwirtschaft, Energiewirtschaft und Maschinentechnik. Das Engagement der Brauerei reicht dabei von der Gastronomie und den Konsumentenwünschen bis zur Kulturförderung und zum Kulturerhalt, der Denkmalpflege und der Sportförderung.